Konfirmation

Der Begriff „Konfirmation“ leitet sich von dem lateinischen Wort „confirmare“ ab, das bedeutet „bestätigen“, „bekräftigen“. Wer konfirmiert wird, bestätigt und bekräftigt am Ende seiner Konfirmandenzeit in einem feierlichen Konfirmationsgottesdienst das Bekenntnis zu dem dreieinigen Gott, das Eltern und Paten bei der Taufe für den Täufling abgelegt haben, und den Wunsch, sich im Glauben und Leben ganz auf Jesus Christus zu verlassen (siehe Taufe).
Im Konfirmandenunterricht werden die Grundinhalte des christlichen Glaubens vermittelt. Grundlage dafür ist die Bibel und der Kleine Katechismus Dr. Martin Luthers mit seinen fünf Hauptstücken des Glaubens: 10 Gebote, Glaubensbekenntnis, Vaterunser, Taufe und Abendmahl. Der Besuch von Gottesdienst ist ebenfalls Bestandteil der Vorbereitung auf die Konfirmation.
Der Unterricht und die Dauer der Konfirmandenzeit ist in den einzelnen Gemeinden der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Baden unterschiedlich: als 14-tägiger Unterricht oder als Blockunterricht an Konfirmandensamstagen. Er dauert mindestens ein Jahr, höchstens zwei Jahre. In letzterem Fall wird zwischen Vorkonfirmandenunterricht und Konfirmandenunterricht unterschieden. Genauere Informationen erhalten Sie bei den jeweiligen Pfarrämtern.
Wer konfirmiert ist, darf am Abendmahl teilnehmen und gilt in der Kirche als mündiger Christ. Das kommt u.a. darin zum Ausdruck, dass man nach der Konfirmation das Patenamt übernehmen darf. Innerhalb der Gemeinde ist jedes konfirmierte Gemeindeglied zur Mitverantwortung in der Gemeinde eingeladen. Das kann auf vielfältige Art und Weise geschehen: durch die Beteiligung am Gottesdienst, an der Jugendarbeit oder an anderen Aktivitäten des gemeindlichen Lebens. Es bedeutet auch, dass man in der Gemeindeversammlung mitreden und zum Teil schon vor dem 18. Lebensjahr mitentscheiden darf.
